Bis 2045 soll Deutschland klimaneutral werden. Dafür ist eine umfassende Energiewende hin zu regenerativen Energieträgern notwendig. Große Bedeutung kommt dabei „grünem“ Wasserstoff zu, insbesondere für die Gebäudebeheizung im Bestand. Versorger wie die Städtischen Werke Kassel Netz und Service GmbH stellen sich schon jetzt darauf ein und machen ihre Netze wasserstoff-tauglich: Für die schnelle, sichere und wirtschaftliche Installation der Hausanschlüsse wird dafür das „kalte“ Pressverbindungssystem „Geopress K Gas“ von Viega eingesetzt.
Im Gegensatz zu geschweißten Rohrverbindungen lassen sich die Installationsarbeiten mit dem System „Geopress K Gas“ selbst bei Nässe durchführen. Außerdem werden die Arbeitsabläufe dank Pressverbindungs-technik beschleunigt, und es können anstelle spezialisierter Schweißer eingewiesene Fachkräfte eingesetzt werden. „Mit ,Geopress K Gas‘ von Viega machen wir also nicht nur unser Versorgungsnetz zukunftssicher, sondern fangen gleichzeitig den Fachkräftemangel etwas ab“, skizziert Baubeauftragter Nico Hesse entscheidende Vorteile für die stadteigene Netz und Service GmbH.
Um den Umstellungsprozess möglichst effizient und reibungslos zu gestalten, setzten die Städtischen Werke Kassel Netz und Service GmbH schon seit geraumer Zeit bei Neuinstallationen oder Reparaturen Installations-komponenten ein, die H2-ready, also für die Durchleitung von Wasserstoff geeignet sind. Wie beim Hausanschluss von Dirk Müller* im Kasseler Norden: Die Wohnsiedlung ist von schmucken Einfamilien- und Reihenhäusern aus den 60er- und 70er-Jahren geprägt. Die meisten davon sind zwar zumindest teilweise energetisch saniert, dürften aber im Durchschnitt immer noch eine Heizlast von mindestens 100 bis 120 kWh/m²a haben, schätzt Nico Hesse: „Damit sprechen wir hier über einen typischen Gebäudebestand, in dem der Einsatz von Wärmepumpen ohne zusätzliche Maßnahmen zur Senkung des Wärmebedarfs nicht wirklich sinnvoll ist. Mit einem Gas-Hausanschluss H2-ready halten wir für die Eigentümer aber die Option offen, das Gebäude mit Wasserstoff und einer ,grünen‘ Gastherme zu beheizen.“
Notwendig geworden war das Einziehen der neuen Anschlussleitung im Hause Müller, weil das Gebäude erweitert werden soll. Dadurch wäre ansonsten die alte Gasleitung überbaut worden. Das ist aber nicht zulässig und „ein typischer Fall, in dem die Städtische Werke Kassel Netz und Service GmbH gleichzeitig für perspektivische Versorgungsicherheit sorgen“, so Polier Reinhard Widuckel vom Tiefbauunternehmen Emmeluth (Kassel), der an der Hauptleitung den gleich miterneuerten Abgang setzen lässt: „Dass die Energiewende kommt, wissen die Hausbesitzer natürlich. Gleichzeitig erwarten sie eine unterbrechungsfreie Versorgung, wenn sich die Gasqualitäten ändern; bis hin zur kompletten Umstellung auf Wasserstoff.“
Wie durchdacht die „Geopress K“-Installationskomponenten sind, zeigt sich schon beim Setzen der Anbohrarmatur. Mit wenigen Handgriffen ist die Schelle um das Hauptrohr geschlossen und mit dem Handpresswerkzeug fixiert, bevor das in der Dimension abgestimmte „Geopress K Gas“-Anschlussstück eingesteckt, fixiert und mit der Hausanschlussleitung verpresst wird.
Die „Geopress K Gas“-Verbinder mit integriertem Dichtring aus HNBR sind aus einem glasfaserverstärkten, hoch festen Polyamid gefertigt, also sehr robust. Für die Verpressung mit den bekannten Viega Presswerkzeugen wird ein Pressring aufgesetzt, sodass auch in einem schwierigen Installationsumfeld problemlos gearbeitet werden kann, zum Beispiel in sehr engen Rohrgräben. Die spezielle Kontur des Pressrings verhindert dabei ein eventuell seiten-verkehrtes Aufsetzen. Das gibt in Kombination mit der „Viega Pressgun 6 Plus“ zusätzliche Verarbeitungssicherheit. Gleiches gilt für die bekannte Zwangsundichtheit der Verbinder durch die Viega SC-Contur: Bei der Druckprobe der Anlage fällt jeder versehentlich nicht verpresste Verbinder auf. Nach dem Verpressen ist auch die Verbindungsstelle dann dicht.
„Im Ergebnis brauchen wir damit kaum eine Stunde, um den neuen Anschluss herzustellen“, bilanziert Obermonteur Bernd Gundlach nach der Druckprobe, die er noch vor dem Anbohren der Hauptversorgungsleitung durchführte: „Und jetzt können wir die neue Zuleitung sofort mit Druck beaufschlagen. Das ist beim konventionellen Schweißverfahren definitiv nicht möglich – und trotzdem haben wir auch mit ,Geopress K Gas‘ eine unlösbare Verbindung geschaffen, die nicht manipuliert werden kann.“
(*Name geändert)
HINWEIS: Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist die ieQ-systems SHK GmbH & Co. KG