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„Geo­press K Gas“

Pro­gramm von Vie­ga für Was­ser­stoff-Haus­an­schlüs­se

Bis 2045 soll Deutsch­land kli­ma­neu­tral wer­den. Da­für ist ei­ne um­fas­sen­de En­er­gie­wen­de hin zu re­ge­ne­ra­ti­ven En­er­gie­trä­gern not­wen­dig. Gro­ße Be­deu­tung kommt da­bei „grü­nem“ Was­ser­stoff zu, ins­be­son­de­re für die Ge­bäu­de­be­hei­zung im Be­stand. Ver­sor­ger wie die Städ­ti­schen Wer­ke Kas­sel Netz und Ser­vice GmbH stel­len sich schon jetzt dar­auf ein und ma­chen ih­re Net­ze was­ser­stoff-taug­lich: Für die schnel­le, si­che­re und wirt­schaft­li­che In­stal­la­ti­on der Haus­an­schlüs­se wird da­für das „kal­te“ Press­ver­bin­dungs­sys­tem „Geo­press K Gas“ von Vie­ga ein­ge­setzt.

Im Ge­gen­satz zu ge­schweiß­ten Rohr­ver­bin­dun­gen las­sen sich die In­stal­la­ti­ons­ar­bei­ten mit dem Sys­tem „Geo­press K Gas“ selbst bei Näs­se durch­füh­ren. Au­ßer­dem wer­den die Ar­beits­ab­läu­fe dank Press­ver­bin­dungs-tech­nik be­schleu­nigt, und es kön­nen an­stel­le spe­zia­li­sier­ter Schwei­ßer ein­ge­wie­se­ne Fach­kräf­te ein­ge­setzt wer­den. „Mit ,Geo­press K Gas‘ von Vie­ga ma­chen wir al­so nicht nur un­ser Ver­sor­gungs­netz zu­kunfts­si­cher, son­dern fan­gen gleich­zei­tig den Fach­kräf­te­man­gel et­was ab“, skiz­ziert Bau­be­auf­trag­ter Ni­co Hes­se ent­schei­den­de Vor­tei­le für die stadt­ei­ge­ne Netz und Ser­vice GmbH.

Ein unschlagbarer Vorteil des „Geopress K“-Programms ist die „kalte“ Pressverbindungstechnik, sagt Obermonteur Bernd Gundlach: „Das macht uns komplett vom Wetter unabhängig und geht deutlich schneller als PE-Schweißen.“

In­stal­la­tio­nen wer­den zu­kunfts­si­cher

In Deutsch­land gibt es ein mehr als 500.000 Ki­lo­me­ter lan­ges Rohr­lei­tungs¬netz, durch das 2021 rund 90,5 Mil­li­ar­den Ku­bik­me­ter Gas flos­sen (Quel­le: sta­tis­ta), um bei­spiels­wei­se et­wa die Hälf­te al­ler Ge­bäu­de im Land zu be­hei­zen. Mit ei­nem Ge­gen­wert von et­wa 323.000 GWh Ar­beit deckt der En­er­gie­trä­ger in der Sum­me 27 Pro­zent des ge­sam­ten Pri­mär­en­er­gie­be­darfs ab (Quel­le: Um­welt­bun­des­amt UBA; AG En­er­gie­bi­lan­zen). Et­wa ein Drit­tel des Ga­ses wird da­bei für die Wär­me­er­zeu­gung in pri­va­ten Ge­bäu­den ge­nutzt (Quel­le: de­sta­tis).

Die Zah­len ver­deut­li­chen plas­tisch, wie not­wen­dig die lei­tungs­ge­bun­de­ne Ver­sor­gung von Ge­bäu­den mit ei­nem gas­för­mi­gen En­er­gie­trä­ger auf Ba­sis ei­ner vor­han­de­nen In­fra­struk­tur auch in Zu­kunft sein wird – und wa­rum die Bun­des­re­gie­rung „grü­nem“, al­so mit re­ge­ne­ra­ti­vem Strom er­zeug­ten Was­ser­stoff im Rah­men der En­er­gie­wen­de ei­ne Schlüs­sel­rol­le zu­ord­net. Vor al­lem, weil das Erd­gas­netz gleich­zei­tig als rie­si­ger Spei­cher und den Trans­port von meh­re­ren Mil­li­ar­den Ki­lo­watt­stun­den En­er­gie die­nen kann, wenn bei­spiels­wei­se per Wind­kraft er­zeug­ter Strom kei­ne di­rek­ten Ab­neh­mer fin­det, da­durch aber für die Was­ser­stof­fer­zeu­gung zur Ver­fü­gung steht.

Das schmucke Einfamilienhaus im Kasseler Norden ist dank der neuen Anschlussleitung mit dem System „Geopress K Gas“ schon heute für die mögliche Versorgung mit Wasserstoff gerüstet. Rechts im Bild die neue Anbohrarmatur, links der stillgelegte und abgetrennte alte Abgang. (Fotos: Viega)

H2-Haus­an­schluss hält al­le Op­tio­nen of­fen

Um den Um­stel­lungs­pro­zess mög­lichst ef­fi­zi­ent und rei­bungs­los zu ge­stal­ten, setz­ten die Städ­ti­schen Wer­ke Kas­sel Netz und Ser­vice GmbH schon seit ge­rau­mer Zeit bei Neu­in­stal­la­tio­nen oder Re­pa­ra­tu­ren In­stal­la­ti­ons-kom­po­nen­ten ein, die H2-re­a­dy, al­so für die Durch­lei­tung von Was­ser­stoff ge­eig­net sind. Wie beim Haus­an­schluss von Dirk Mül­ler* im Kas­se­ler Nor­den: Die Wohn­sied­lung ist von schmu­cken Ein­fa­mi­li­en- und Rei­hen­häu­sern aus den 60er- und 70er-Jah­ren ge­prägt. Die meis­ten da­von sind zwar zu­min­dest teil­wei­se en­er­ge­tisch sa­niert, dürf­ten aber im Durch­schnitt im­mer noch ei­ne Heiz­last von min­des­tens 100 bis 120 kWh/m²a ha­ben, schätzt Ni­co Hes­se: „Da­mit spre­chen wir hier über ei­nen ty­pi­schen Ge­bäu­de­be­stand, in dem der Ein­satz von Wär­me­pum­pen oh­ne zu­sätz­li­che Maß­nah­men zur Sen­kung des Wär­me­be­darfs nicht wirk­lich sinn­voll ist. Mit ei­nem Gas-Haus­an­schluss H2-re­a­dy hal­ten wir für die Ei­gen­tü­mer aber die Op­ti­on of­fen, das Ge­bäu­de mit Was­ser­stoff und ei­ner ,grü­nen‘ Gasther­me zu be­hei­zen.“

Not­wen­dig ge­wor­den war das Ein­zie­hen der neu­en An­schluss­lei­tung im Hau­se Mül­ler, weil das Ge­bäu­de er­wei­tert wer­den soll. Da­durch wä­re an­sons­ten die al­te Gas­lei­tung über­baut wor­den. Das ist aber nicht zu­läs­sig und „ein ty­pi­scher Fall, in dem die Städ­ti­sche Wer­ke Kas­sel Netz und Ser­vice GmbH gleich­zei­tig für per­spek­ti­vi­sche Ver­sor­gungs­i­cher­heit sor­gen“, so Po­lier Rein­hard Wi­du­ckel vom Tief­bau­un­ter­neh­men Em­me­luth (Kas­sel), der an der Haupt­lei­tung den gleich mit­er­neu­er­ten Ab­gang set­zen lässt: „Dass die En­er­gie­wen­de kommt, wis­sen die Haus­be­sit­zer na­tür­lich. Gleich­zei­tig er­war­ten sie ei­ne un­ter­bre­chungs­freie Ver­sor­gung, wenn sich die Gas­qua­li­tä­ten än­dern; bis hin zur kom­plet­ten Um­stel­lung auf Was­ser­stoff.“

„Als Mon­teu­re spa­ren wir deut­lich Zeit ein“

Für die Mon­teu­re von Em­me­luth kommt das Vie­ga Sys­tem „Geo­press K Gas“ für erd­ver­leg­te Gas­lei­tun­gen mit der Op­ti­on zur Durch­lei­tung von Was­ser­stoff des­we­gen ge­nau zum rich­ti­gen Zeit­punkt: Die Po­li­tik hat die Rah­men­be­din­gun­gen für ei­ne künf­ti­ge Was­ser­stoff­nut­zung ge­setzt, und „das ein­fach zu hand­ha­ben­de Press­ver­bin­dungs­sys­tem ,Geo­press K Gas‘ ist für uns die si­che­re und wirt­schaft­li­che Mög­lich­keit, Haus­an­schluss­lei­tun­gen da­für fit zu ma­chen“, freut sich Ober­mon­teur Bernd Gund­lach, der im Gra­ben die neu ein­ge­zo­ge­ne PE 100 RC-Rohr­lei­tung in d 32 mit der „Geo­press“-An­bohrar­ma­tur an der Haupt­lei­tung ver­bin­det: „Im Ge­gen­satz zum frü­her üb­li­chen PE-Schwei­ßen brau­chen wir kein tro­cke­nes Bau­feld und müs­sen auch kei­ne Ab­kühl­zei­ten von bis zu ei­ner Stun­de Dau­er ein­kal­ku­lie­ren. Das heißt, wir kön­nen deut­lich mehr Haus­an­schlüs­se set­zen als frü­her.“

Zu­dem, ver­weist Po­lier Rein­hard Wi­du­ckel auf ein ge­ne­rel­les Pro­blem der Bran­che, hel­fe die „kal­te“ Press­ver­bin­dungs­tech­nik von Vie­ga wirk­sam ge­gen den all­ge­mei­nen Fach­kräf­te­man­gel: „Dank der ro­bus­ten In­stal­la­ti­ons­kom­po­nen­ten und ih­rer si­che­ren Kon­struk­ti­on kön­nen wir die Ar­bei­ten mit ein­ge­wie­se­nen Mit­ar­bei­tern durch­füh­ren. Wir brau­chen al­so kei­ne spe­zi­ell aus­ge­bil­de­ten Schwei­ßer mehr, die au­ßer­dem jähr­lich nach­ge­schult wer­den müs­sen. Das ist ein kla­rer Wett­be­werbs­vor­teil!“

Ro­bus­te und si­che­re Kon­struk­ti­on

Wie durch­dacht die „Geo­press K“-In­stal­la­ti­ons­kom­po­nen­ten sind, zeigt sich schon beim Set­zen der An­bohrar­ma­tur. Mit we­ni­gen Hand­grif­fen ist die Schel­le um das Haupt­rohr ge­schlos­sen und mit dem Hand­press­werk­zeug fi­xiert, be­vor das in der Di­men­si­on ab­ge­stimm­te „Geo­press K Gas“-An­schluss­stück ein­ge­steckt, fi­xiert und mit der Haus­an­schluss­lei­tung ver­presst wird.

Die „Geo­press K Gas“-Ver­bin­der mit in­te­grier­tem Dicht­ring aus HN­BR sind aus ei­nem glas­fa­ser­ver­stärk­ten, hoch fes­ten Po­ly­amid ge­fer­tigt, al­so sehr ro­bust. Für die Ver­pres­sung mit den be­kann­ten Vie­ga Press­werk­zeu­gen wird ein Press­ring auf­ge­setzt, so­dass auch in ei­nem schwie­ri­gen In­stal­la­ti­ons­um­feld pro­blem­los ge­ar­bei­tet wer­den kann, zum Bei­spiel in sehr en­gen Rohr­grä­ben. Die spe­zi­el­le Kon­tur des Press­rings ver­hin­dert da­bei ein even­tu­ell sei­ten-ver­kehr­tes Auf­set­zen. Das gibt in Kom­bi­na­ti­on mit der „Vie­ga Press­gun 6 Plus“ zu­sätz­li­che Ver­ar­bei­tungs­si­cher­heit. Glei­ches gilt für die be­kann­te Zwangs­un­dicht­heit der Ver­bin­der durch die Vie­ga SC-Con­tur: Bei der Druck­pro­be der An­la­ge fällt je­der ver­se­hent­lich nicht ver­press­te Ver­bin­der auf. Nach dem Ver­pres­sen ist auch die Ver­bin­dungs­stel­le dann dicht.

„Im Er­geb­nis brau­chen wir da­mit kaum ei­ne Stun­de, um den neu­en An­schluss her­zu­stel­len“, bi­lan­ziert Ober­mon­teur Bernd Gund­lach nach der Druck­pro­be, die er noch vor dem An­boh­ren der Haupt­ver­sor­gungs­lei­tung durch­führ­te: „Und jetzt kön­nen wir die neue Zu­lei­tung so­fort mit Druck be­auf­schla­gen. Das ist beim kon­ven­tio­nel­len Schweiß­ver­fah­ren de­fi­ni­tiv nicht mög­lich – und trotz­dem ha­ben wir auch mit ,Geo­press K Gas‘ ei­ne un­lös­ba­re Ver­bin­dung ge­schaf­fen, die nicht ma­ni­pu­liert wer­den kann.“

Bau­be­auf­trag­ter Ni­co Hes­se (re.) von der Städ­ti­schen Wer­ke Kas­sel Netz und Ser­vice GmbH, im Ge­spräch mit Vie­ga Kun­den­be­ra­ter Gui­do Mei­ser, sieht in dem neu­en Vie­ga Sys­tem zwei ent­schei­den­de Vor­tei­le: „Wir ma­chen un­ser Rohr­lei­tungs­netz H2-re­a­dy, und wir kön­nen dank der Press­ver­bin­dungs­tech­nik den Fach­kräf­te­man­gel zu­min­dest et­was ab­puf­fern.“

(*Name geändert)

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